SC-Frauen kämpfen sich ins Achtelfinale

Die Freiburger Tore erzielten mit einem Doppelpack Svenja Fölmli sowie Hasret Kayikci. Am Ende war es deutlich spannender als sich das die SC-Fans wohl gewünscht hätten: Nach einem harten Kampf gewinnen die SC-Frauen knapp mit 3:2 beim Zweitligisten aus Andernach. Nach 90 Minuten stand es 1:1, ehe der SC in der Verlängerung erneut in Führung ging und diese bis zur letzten Sekunde verteidigen konnte. „Ein bisschen war es so, wie wir es erwartet hatten“, schätzt SC-Trainerin Theresa Merk die Pokalpartie im Nachhinein ein: „Mit Ballbesitzfußball war hier heute nicht viel zu holen, was uns eine unserer Stärken genommen hat. Wir haben uns auf ein enges und ekelhaftes Spiel eingestellt, Andernach hat das gut hinbekommen, war giftig in den Zweikämpfen. Wir haben uns defensiv oft nicht clever angestellt.“ Theresa Merk schickte ins erste Pflichtspiel eine Startformation um Rafaela Borggräfe im Tor, davor verteidigten Lisa Karl, Samantha Steuerwald, Janina Minge und Marie Müller. Das Mittelfeld bildeten Meret Felde, Hasret Kayikci und Mia Büchele, im Angriff spielten Lisa Kolb, Giovanna Hoffmann und Chiara Bouziane. Die Partie in Andernach war für die gut 400 Zuschauerinnen und Zuschauer kein Zuckerschlecken: Viele Ballverluste, ungenaue Pässe und wenig Torabschlüsse sorgten für ein zerfahrenes Spiel. Den ersten Abschluss verzeichnete der SC erst in der 25. Spielminute durch Giovanna Hoffmann, was für das frühe Pressing der Gastgeberinnen sprach, die es dem SportClub wahrlich nicht leicht gemacht haben. Folgerichtig ging es torlos in die Pause. In den zweiten Durchgang startete der SC deutlich besser, arbeitete sich einige Möglichkeiten heraus, ohne diese in letzter Konsequenz zu Ende zu spielen: Giovanna Hoffmann (50., 51., 65.), Janina Minge (60.) und Marie Müller (70.) hätten den wichtigen Führungstreffer erzielen können. Aber auch Andernach verbuchte Torchancen, traf kurz vor Schluss sogar Aluminium (85.).

Postwendend zeigten sich dann die SC-Frauen gefährlich: Nach einer Ecke köpfte Svenja Fölmli kurz vor Schluss das vermeintlich erlösende 1:0 (88.) – doch auch darauf hatte die SG 99 noch einmal eine Antwort: In der Nachspielzeit verpasste es der Sport-Club, den Ball im eigenen Strafraum zu klären, was die Gastgeberinnen durch Brückel sofort bestraften (90.+7). Mit 1:1 ging es also in die Verlängerung. Die begann für die Freiburgerinnen direkt mit einer starken Aktion von Lisa Karl, die in den Andernacher Strafraum zog – und zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Hasret Kayikci sicher (93.). Die SC-Kapitänin war es auch, die kurz vor Ende der Verlängerung einen Konter auf Svenja Fölmli einleitete. Im gegnerischen Strafraum hatte Fölmli dann keine Mühe, auf 3:1 aus Freiburger Sicht zu stellen (120.). Doch beendet war die Pokalpartie damit noch nicht: Erneut trafen die Gastgeberinnen aus Andernach, Schumacher netzte in der 120. Minute zum 3:2-Endstand. „Auch so ein Spiel muss man gewinnen“, fasst Theresa Merk die Partie nach Schlusspfiff zusammen. Mit ganz viel Mentalität ziehen die Bundesliga-Frauen des Sport-Club damit ins DFBPokal-Achtelfinale ein. Weiter geht es für Merks Team am kommenden Sonntag, 18. September, um 13 Uhr beim SV Meppen – Auftakt in die neue Saison der FLYERALARM Frauen-Bundesliga.Text und Foto: SCF