SC Sand startet in Gütersloh

Mit dem ersten Zweitligaspiel seit über acht Jahren betritt der Verein damit auch Neuland, hat sich doch gerade diese Liga in den vergangenen Spielzeiten stark verändert. Schon allein die Tatsache, dass sich nicht weniger als sieben Vertreter eines Erstligisten in dieser Liga befinden, zeigt, wie hoch der Stellenwert von Liga zwei doch einzuordnen ist. Für Trainer Alexander Fischinger ging es in den vergangenen Wochen darum, die neuen Spielerinnen zusammenzuführen und neben den sportlichen Aspekten wie Kondition und Spielphilosophie auch eine Einheit zu formen. „Das ist hervorragend gelungen. Ich bin begeistert, wie schnell aus den vielen Neuzugängen ein verschworener Haufen geworden ist“, so Fischinger. Mehr als ein Dutzend neue Spielerinnen musste der Trainer integrieren, da sich nahezu der komplette Kader nach dem Abstieg aus Sand verabschiedet hatte. Dieser Stachel sitzt nach wie vor tief im erfahrenen Trainer, der auch deshalb umgehend damit begann, eine neue, schlagkräftige Truppe zu formen. Zur Erinnerung: Lediglich die neue Kapitänin und mittlerweile dienstälteste Sander Spielerin, Emily Evels, sowie Torhüterin Isabella Scheerder und die Winterzugänge Shai Perl und Kathleen McGovern haben dem Verein die Treue gehalten. „Wir haben eine gute Vorbereitung mit respektablen Testspielergebnissen hinter uns“, resümiert Fischinger. Vor allem die Auftritte gegen Paris und Freiburg (Fischinger: „Das waren zwei Spitzenmannschaften“), die lediglich knapp verloren gingen, machen dem Trainer Mut. „Vor uns liegt aber eine schwere Saison. Unser Kader ist mit 17 Feldspielerinnen plus drei Torhüterinnen recht klein, da darf nichts passieren“, warnt der Trainer und hofft noch auf den einen oder anderen Zugang in der auf den ersten Spieltag folgenden Länderspielpause. Über den ersten Zweitligagegner FSV Gütersloh hat sich Fischinger zwar informiert, bleibt seiner Linie aber treu, primär seine Mannschaft auf ihre Stärken hinzuweisen, als über den Gegner zu philosophieren. „Wir können in Gütersloh aus dem Vollen schöpfen, bis auf Trainingsrückstand bei zwei Spielerinnen sind alle fit und motiviert“, gibt der Coach grünes Licht. Auf eine Prognose will er sich aber nicht einlassen – zu neu ist die Liga und all das, was da auf den SC Sand in den kommenden Wochen zukommen wird. Bei der Konzentration auf das erste Saisonspiel ging fast unter, dass die zweite Runde im DFB-Pokal ausgelost wurde, in der der SC Sand in diesen Wettbewerb einsteigen wird. Die Freude über das Auswärtslos bei Fortuna Köln am Abend des 10. September war bei Köln-Anhänger Fischinger und seinem Staff groß. Darauf gilt die Konzentration allerdings erst nach der ersten Hürde FSV Gütersloh, die für den SC Sand keine niedrige werden wird.