Pressemitteilung zur Urteilsverkündung Stellungnahme durch den SV Oberweier

Grundsätzlich sind wir mit Teilen des Urteils einverstanden und akzeptieren dieses auch. Dennoch legen wir Einspruch gegen das vom Verband erlassene Urteil ein. Die erfolgte Tätlichkeit auf dem Platz muss bestraft werden, was auch erfolgte. Jedoch fehlen aus unserer Sicht zwei wichtige und wesentliche Aspekte, die im ausgesprochenen Urteil keine Berücksichtigung finden und das Geschehen abseits vom Platz betreffen. x Nachdem unser Spieler die gelb-rote Karte bekam und vom Trainer vom Platz geführt wurde, rannten ihm zwei Zuschauer entgegen. Einer der beiden brüllte eine weitere rassistische Beleidigung. Diese findet im Urteil keinerlei Erwähnung oder Berücksichtigung.
x Einer der beiden herbeigeeilten Männer/Zuschauer schlug auf unseren Spieler ein, der sich noch im Arm des Trainers befand. Aus dieser Umklammerung heraus schlug unser Spieler zurück. Das war klar eine Verteidigungshandlung. Der Ursprung dieser Aktion ging nicht von unserem Spieler aus.
Diese beiden Tatsachen müssten in der Urteilsfindung berücksichtigt werden. Es kann nicht sein, dass nur unser Spieler für das Schlagen neben dem Platz bestraft wird und die entsprechenden Zuschauer nicht bestraft werden. Die eigentlichen Verantwortlichen und somit der Ursprung der Handlungen werden komplett außen vorgelassen und der eigentliche „Angreifer“ wird sogar als Opfer dargestellt. Die rassistische Beleidigung und auch der tätliche Angriff auf unseren Spieler waren die ausschlaggebenden Gründe für unsere Entscheidung nicht mehr weiter zu spielen. Diese Punkte sind essenzieller Bestandteil der kompletten Vorkommnisse und müssen entsprechende Berücksichtigung finden.
Thomas Ziegler Michael Kunz Sportvorstand Vorsitzender des Spielausschusses SV Oberweier SV Oberweier