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3 Liga:  VT Zweibrücken-Saarpfalz – HSG Konstanz 23:26 (9:10)

Der 19. Sieg im 22. Saisonspiel für die HSG Konstanz war einer der Sorte Arbeitssieg – und daraus einer der ganz schwer erkämpften. Nach langen Problemen konnte sich der Drittliga-Tabellenführer ab der 40. Minute auf vier Tore absetzen und durfte sich am Ende über einen 26:23 (10:9)-Auswärtssieg bei der VT Zweibrücken-Saarpfalz freuen. Der Vorsprung auf die Verfolger beträgt damit weiter sieben Punkte. Doch bei frühlingshaften Temperaturen wollte das Spiel, lange zäh wie Kaugummi, nicht richtig in Fahrt kommen, die beiden Mannschaften nicht richtig warm werden. Konstanz wirkte noch nicht richtig auf dem Spielfeld angekommen, Zweibrücken zwar mit dem Herzen eines Bären ausgestattet, aber eben auch zu uneffektiv und genau wie die Gäste vom Bodensee mit deutlich zu hoher Fehlerquote. So legten die Hausherren zum 3:1 vor, dreimal durch Ex-Zweitligaspieler Tom Paetow,

Mit einer aggressiven Deckung und einem vorgezogenen Spieler stellten die Rheinland-Pfälzer die Gelb-Blauen anfangs vor größere Probleme. „Das war nicht die Müdigkeit“, widersprach Cheftrainer Daniel Eblen bei der Pressekonferenz und meinte stattdessen: „Aber wir tun uns im Angriff zuletzt allgemein schwer.“ Weil die VT Zweibrücken es geschickt unterband, dass Konstanz in seine Automatismen kam und das ansonsten so erfolgreiche Spiel in der Kleingruppe forcieren konnte. Zudem fehlten die letzte Entschlossenheit und Präzision. Bis nach 16 Minuten Paul Kaletsch erstmals die Partie zur 7: 5-Führung drehte.Und langsam wollte danach auch wieder das Spiel über den Kreis und Kraftpaket Fabian Wiederstein funktionieren. Oft nur durch Fouls zu stoppen, eröffnete er Paul Kaletsch diverse Möglichkeiten vom Strafwurfpunkt, die dieser gewohnt sicher verwertete. Eblen: „Wir werden von den Gegnern gezwungen, immer neue Lösungen zu finden.“ Was einige Minuten Anlauf benötigte, klappte dann jedoch immer besser.

Allerdings nahm gleichzeitig auch Zweibrücken Fahrt auf und hielt mit Tom Paetow im Rückraum und Wladislav Kurotschkin am Kreis dagegen. Es fehlte weiter an Sicherheit auf Konstanzer Seite und mit leichten Fehlern machte es die HSG sich selbst schwer. Auf die Abwehr konnte sich der Spitzenreiter aber verlassen. Im Zusammenspiel mit Simon Tölke und vor allem Maximilian Wolf nach der Pause war der gute Defensivverbund Schlüssel zur Wende und immer grösser werdender Sicherheit. Zwar ging der VTZ noch einmal mit 16:15 (41.) in Front, doch daraufhin schraubte Konstanz die Intensität in der Deckung noch einmal nach oben. Mit Toren über die erste und zweite Welle stand es nach 52 Zeigerumdrehungen 21:17 für die Gäste. Die Vorentscheidung. „Jeder tut sich gegen uns leicht“, sagte Daniel Eblen zum lange sehr guten Spiel des Gegners. Die Erklärung: „Jeder spielt frei auf und hat nichts zu verlieren.“ Zudem hatte der 44-Jährige erkannt, dass die HSG „noch nicht so routiniert ist“, um immer sofort die passenden Lösungen zu finden. Am Ende gelang es seiner Mannschaft mit einer gerade durch die Hereinnahme von Tom Wolf noch aggressiver und emotionaler zu Werke gehenden Deckung schließlich einen sicheren 26:23-Erfolg zu feiern. „Die Qualität“, lobte VTZ-Trainer Danijel Grgic, „bei Konstanz ist so groß, dass man 60 Minuten am oberen Limit spielen muss, um eine Chance zu haben. Ich bin stolz, mit welcher Leidenschaft mein Team gespielt hat, teilweise auch mit sehr gutem Handball.“

Diesen möchte die HSG Konstanz in zwei Wochen auch wieder bieten. Nach einem spielfreien Wochenende über Fastnacht empfängt die HSG Konstanz im Rahmen des Bundesliga-Superballs am 9. März den TSB Heilbronn-Horkheim in der „Schänzle-Hölle“. In einem der Saisonhighlights kann die HSG gegen einen Verfolger den nächsten großen Schritt Richtung Relegation zur 2. Handball-Bundesliga gehen. Dann möchte Daniel Eblen vor einer ganz großen Kulisse wieder „mehr Dampf sehen“.

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Simon Tölke (Tor); Michel Stotz, Fabian Schlaich (2), Matthias Hild, Tom Wolf (2), Fabian Wiederstein (4), Paul Kaletsch (12/7), Felix Krüger, Joschua Braun (2), Tim Jud (3), Tim Keupp (1), Samuel Wendel.

 

Zuschauer: 300 in der Westpfalzhalle Zweibrücken.

 

Schiedsrichter: Sascha Siebert und Jan Welke.

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